Wofür es auch 40 Prozent Vorab-Abschreibung gibt

Viele denken beim Investitionsabzug (IAB) nur an bewegliche Anlagegüter. Dabei kann man dieses Instrument auch für viele Einbauten in Immobilen nutzen, solange es sich dabei um „Betriebsvorrichtungen“ handelt. Diese gelten nämlich per Definition als „beweglich“, selbst wenn sie fest in ein Gebäude eingebaut sind.

Dazu gehören z. B.: Lastenaufzüge, Kühlaggregate, Photovoltaikanlagen, Befeuchtungsanlagen, Reinräume, Schallisolierungen.

Beispiel: Die X-GmbH baut in ihre neue Produktionshalle einen Lastenaufzug für 50.000 Euro und eine Klimaanlage für Maschinen für 100.000 ein. Sie kann – maximal schon drei Jahre vorher – 60.000 Euro abschreiben (40 Prozent von 150.000 Euro).

Übrigens: Personenaufzüge und Klimaanlagen für Büros gelten nicht als Betriebsvorrichtung, sondern als Gebäudebestandteil und berechtigen somit nicht zum IAB, weil sie als „unbeweglich“ gelten.

Weitere Voraussetzungen für den IAB: Das Eigenkapital darf maximal 235.000 Euro betragen. Zum IAB gibt es jetzt ein neues BMF-Schreiben, das unter anderem klarstellt: Auch für GWGs kann man den IAB nutzen. Und: Den IAB kann man nun auch nachträglich im Einspruchsverfahren bilden. (BMF, 20.11.13, BStBl. I 13, 1493)

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

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