Kinderfreibetrag kann nun leichter übertragen werden

Eigentlich bekommt jedes Elternteil nur den halben Kinderfreibetrag – egal ob er sich auswirkt oder nicht. Nur in den Sonderfällen, dass der andere Elternteil verstorben war oder im Ausland lebte, kam bis 2011 eine Übertragung in Betracht.

Das ist neu: Mit Wirkung ab dem Steuerjahr 2012 ist die Übertragung nun auch möglich, falls ein Elternteil das Kind allein unterhält.

Beispiel: Herr X und seine Freundin haben ein Kind. Die Mutter des Kindes arbeitet nicht und hat auch sonst keine Einkünfte. Ab dem Steuerjahr 2012 kann Herr X beantragen, dass ihr halber Kinderfreibetrag auf ihn übertragen wird. Dieser kann damit 7.008 statt 3.504 Euro absetzen und spart dadurch maximal 3.104 Euro Steuern statt bisher maximal 1.551 Euro.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Vermeiden Sie Lücken in Ihren Rechnungs-Nummern

Seit 1. Juli 2004 ist notwendiges Merkmal einer umsatzsteuerlich korrekten Rechnung eine fortlaufende Rechnungsnummer. Das Bundesfinanzministerium hat zwar bereits festgestellt, dass das nicht bedeutet, dass man ohne Lücke durchnummerieren muss. Vielmehr ist diese Anforderung so zu verstehen, dass keine Rechnungsnummer doppelt vorkommen darf.

Durchaus zulässig ist es, verschiedene Nummernkreise zu verwenden, zum Beispiel je nach Produktgruppe oder Postleitzahlengebiet der Kunden. (BMF-Schreiben vom 29.06.2004 an die Bundesnotarkammer)

Worüber Sie sich aber dennoch im Klaren sein sollten:
Auch wenn Lücken in fortlaufenden Rechnungsnummern nicht explizit verboten sind, können diese sehr wohl den Argwohn eines Betriebsprüfers wecken.

Beispiel:
Sie haben die Rechnungsnummern 854, 855, 856, 857, und dann geht es weiter mit 859. Jeder Betriebsprüfer wird fragen: „Was ist eigentlich mit der Rechnung 858? Wurde die storniert? Oder ist hier womöglich etwas an der Buchhaltung vorbei gelaufen?“ Das sollten Sie dann durch ordentliche Storno­buchung und Archivierung der stornierten Rechnung widerlegen können.

Fazit:
Unterschiedliche Nummernkreise bei Rechnungsnummern sind durchaus zulässig, Sie sollten sie aber sachlich begründen können. Lücken bei den Rechnungsnummern können Nachforschungen des Finanzamtes provozieren.

 

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Warum Sie Rechnungen für Internet-Design aufteilen sollten

Künstlersozialabgaben sind auch fällig, wenn Sie Ihre Internetseite neu gestalten lassen – sofern der Leistungserbringer eine natürliche Person ist. (Leistungen von GmbHs sind nicht künstlersozialabgabepflichtig.)

Lassen Sie sich vom Internet-Designer am besten zwei Rechnungen geben: Eine für die grafische Gestaltung (künstlersozialabgabepflichtig) und eine für die programmiertechnische Umsetzung in das HTML-Format, welche nicht als „künstlerisch“ gilt und damit auch keine Abgabe kostet.

 

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Die häufigsten – und teuersten! – Fehler bei Schlussrechnungen

Manche Betriebe sind nicht zu 100 Prozent sattelfest, was die korrekte Ausstellung von Schlussrechnungen angeht. Doch das kann teuer werden: Wer auf Rechnungen doppelt Mehrwertsteuer ausweist, schuldet sie auch doppelt. Oder: Man macht sich schadensersatzpflichtig, weil der Kunde nicht den vollen Vorsteuerabzug hat. Eine GmbH musste jüngst wegen dieser Fehler 2,65 Millionen Umsatzsteuer plus 450.000 Euro Zinsen nachzahlen. (BFH, 19.03.09, V R 48/07, DStR 2009, 1144)

Wie es falsch und richtig ist, zeigen wir Ihnen an diesem Beispiel: Der Kunde hat schon 11.900 Euro angezahlt. Nun schicken Sie ihm die Schluss­rechnung über 20.000 Euro netto.

Beliebter Fehler Nummer 1:

Schlussrechnung
Lieferung und Montage von XYZ 20.000,00 Euro
+19 % MwSt. 3.800,00 Euro
Zwischensumme 23.800,00 Euro
./. Ihre Anzahlung vom  … 11.900,00 Euro
noch zu zahlen bis …. 11.900,00 Euro


Was ist hier falsch? Die Umsatzsteuer auf die Anzahlungen wurde nicht explizit negativ abgezogen. Dadurch schulden Sie diese gegenüber dem Finanzamt doppelt.

Auch recht beliebt ist diese falsche Lösung:

Schlussrechnung

Lieferung und Montage von XYZ (netto)        20.000,00 Euro
/. Ihre Anzahlung (netto)                               -10.000,00 Euro
Verbleiben netto                                             10.000,00 Euro
+19 % MwSt.                                                   1.900,00 Euro
noch zu zahlen bis ….                                   11.900,00 Euro

Was ist hier falsch? Die unangenehme Folge ist hier, dass der Rechnungsaussteller zusätzlich zu den 1.900 Euro aus der Anzahlungsrechnung 3.800 Euro aus dem Umsatz schuldet.

Richtig ist es so – und nur so:

Schlussrechnung

Lieferung und Montage von XYZ             20.000,00 Euro
+19 % MwSt.                                            3.800,00 Euro
Zwischensumme                                   23.800,00 Euro
./. Ihre Anzahlung netto vom …    -        10.000,00 Euro
./. 19 % MwSt. auf die Anzahlung           -1.900,00 Euro
noch zu zahlen bis …                            11.900,00 Euro

 

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

So delegieren Sie erfolgreich

Wer alles selber machen will, wird Gefangener von 70-Stunden-Wochen und versperrt seinem Unternehmen die Chance auf eine positive Entwicklung. Delegieren ist die Voraussetzung für erfolgreiches Wachstum. Durch Delegation gewinnen Sie Zeit, um sich mit Dingen zu beschäftigen, die über das Alltagsgeschäft hinausgehen. Zum Beispiel mit der Zukunft Ihrer GmbH. Aber auch das Delegieren muss man richtig anpacken.

1. Analyse des betreffenden Aufgabenbereichs: Ein erfreulicher Neben­effekt dieser genauen Analyse ist das Hinterfragen eingefahrener Arbeitsroutinen. Oft stellt sich dann heraus, dass diese problemlos zu vereinfachen sind. Alleine das genaue Hinsehen lässt Sie neue Ansätze zur Erledigung und Aufteilung entdecken.

2. Auswahl des richtigen Mitarbeiters: Sie müssen klären, für welche Aufgabe Sie welche Qualifikation suchen. Dazu muss die zu delegierende Aufgabe also erst einmal klar formuliert sein. Das macht deutlich, welche Fähigkeiten für deren Erfüllung notwendig sind.

3. Gegenseitiges Vertrauen ist Voraussetzung fürs Delegieren: Wenn Sie eine Aufgabe an einen Mitarbeiter delegieren, dann tun Sie das im Vertrauen darauf, dass dieser alles tun wird, um die Aufgabe optimal zu erfüllen. Ihr Mitarbeiter wird umgekehrt darauf vertrauen, dass Sie ihm keine Aufgabe übertragen, die er nicht erfüllen kann. Er muss sich „trauen“ dürfen, Sie anzusprechen, sobald Schwierigkeiten oder Unklarheiten auftauchen. Umgekehrt sind Sie dem Mitarbeiter schuldig, ihm Feedback darüber zu geben, ob Sie mit der Erledigung der abgegebenen Aufgabe zufrieden waren.

Vorteile des Delegierens: Sie erhöhen die Qualität Ihrer Arbeit, weil Sie sich auf Ihre Führungs­aufgaben konzentrieren können. Und Sie erhöhen die Motivation Ihrer Mitarbeiter. Denn durch Delegieren wird deren Arbeitsplatz interessanter und abwechslungsreicher. Sie nutzen die Potenziale vieler. Das Wissen in Ihrem Unternehmen wird damit auf eine breitere Basis gestellt.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Wie Sie kurz vor Jahresende sinnvoll Steuern sparen

Kurz vor Jahresende können Sie noch sinnvoll Steuern sparen, wenn Sie Krankenversicherungs-Beiträge für 2013 vorauszahlen. Das Steuergesetz erlaubt es, maximal das Zweieinhalbfache an Krankenversicherungs-Beiträgen vorauszuzahlen und sofort abzusetzen. (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 4 EStG

Es kann sich steuerlich lohnen, alle zwei Jahre das Doppelte zu zahlen und dann ein Jahr auszusetzen. Wenn man zum Beispiel also in geraden Jahren immer die Krankenversicherungsprämie für das Folgejahr vorauszahlt, erreicht man dadurch in den ungeraden Jahren das Absetzen von Berufsunfähigkeit-, Unfall-, Haftpflicht- und Risikoversicherungen, die sonst wegen Überschreitens der Höchstgrenze unter den Tisch fallen.

Der Hintergrund: Man kann entweder maximal 2.800 Euro für Kranken-, Pflege-, Berufsunfähigkeit-, Unfall-, Haftpflicht- und Risikoversicherungen absetzen oder aber nur den Basiskrankenversicherungsschutz (ohne Komfortleistungen) und die Pflegeversicherung, das aber ohne Beschränkung (§ 10 Abs. 4 EStG). Wer also höhere Krankenversicherungsbeiträge zahlt, kann diese zwar absetzen, aber alle anderen oben genannten Versicherungen fallen dann unter den Tisch.

Diesen Effekt kann man durch die Voraus­zahlung vermeiden, weil man dann im nächsten Jahr ohne Krankenversicherungsbeiträge die vollen 2.800 Euro frei hat.

Zahlenbeispiel: Stefan (ledig + selbständig) zahlt für seine private Krankenversicherung monatlich 500 Euro, davon 100 Euro für Komfortleistungen (Einbettzimmer usw.). Außerdem zahlt er im Monat 230 Euro für eine Risiko-Lebensversicherung. Stefan zahlt 2012 (und alle folgenden geraden Jahre) die Krankenversicherungs-Beiträge für das Folgejahr voraus und kann in geraden Jahren 9.600 Euro absetzen (Basisschutz 400 Euro x 24). Dadurch erreicht er in den ungeraden Jahren den Abzug seiner Lebensversicherung (2.760 Euro), die sonst unter den Tisch gefallen wäre. Der Trick spart also alle zwei Jahre bis zu 1.222 Euro Steuern.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

So sichern Sie sich die Steuerfreiheit für EU-Exporte

Der CMR-Frachtbrief ist ein international vereinheitlichtes Dokument für die Versendung von Gütern über Speditionen. Das Feld 24 dieses Frachtbriefs enthält eine Empfangsbestätigung des Empfängers. Eine Unterschrift in diesem Feld ist zwar keine zwingende materielle Voraussetzung für die Umsatzsteuerbefreiung, es sollte aber für „Zweifelsfälle“ ausgefüllt sein.

Tipp: Lassen Sie sich also am besten stets den CMR-Frachtbrief mit ausgefülltem und unterschriebenem Feld 24 zurückfaxen bzw. -mailen.

Denn ein Zweifelsfall tritt schnell auf: Nämlich immer dann, wenn ein Finanzbeamter zu Ihnen kommt und zweifelt.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Tipps zur Weihnachtsfeier 2012

Den Betriebsausgabenabzug haben Sie für die Kosten der Feier stets in voller Höhe und unbegrenzt. Das ist nie das Problem. Fallstricke lauern an ganz anderen Stellen:

Lohnsteuer vermeiden: Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier kostet Ihre Mitarbeiter keine Lohnsteuer, wenn die Kosten je Arbeitnehmer maximal 110 Euro betragen. Wohlgemerkt: Je Arbeitnehmer, nicht je Teilnehmer. Wenn also Arbeit­nehmer Angehörige mitbringen, müssen Sie erst die Kosten je Teilnehmer ausrechnen, dann jedem Arbeitnehmer die von ihm gebrachten Gäste zurechnen und dann die 110-Euro-Grenze prüfen.

110 Euro überschritten? Halb so schlimm! Es gibt die Möglichkeit, teure Weihnachtsfeiern mit 25 Prozent pauschal zu versteuern, wodurch auch Sozialversicherungsfreiheit eintritt. Das Gleiche ist dann notwendig, wenn zwar die 110 Euro je Arbeitnehmer eingehalten werden, aber es im Jahr 2012 insgesamt mehr als zwei Betriebsveranstaltungen gab. Steuerfrei sind nämlich maximal zwei pro Jahr möglich. Tipp: Für die Lohnsteuerpauschalierung sucht man sich nicht unbedingt die letzte, sondern stets die billigste Feier aus.

Mehrtägige Weihnachtsfeiern: Angenommen, Sie fahren mit Ihren Mitarbeitern über Nacht auf eine Skihütte o. ä., dann ist auch das lohnsteuerfrei, sofern Sie die 110-Euro-Grenze einhalten. (R 19.5 Abs. 3 Satz 2 LStR)

Kleine Geschenke auf der Weihnachtsfeier: Geschenke bis 40 Euro brutto werden in die 110-Euro-Grenze eingerechnet und bleiben somit lohnsteuerfrei, sofern insgesamt die 110 Euro eingehalten werden.

Teure Geschenke auf der Weihnachtsfeier: Geschenke über 40 Euro müssen Sie stets pauschal versteuern, dafür zählen sie aber bei der 110-Euro-Grenze nicht mit.

Weihnachtsgeschenke außerhalb der Weihnachtsfeier: Solche Weihnachtsgeschenke sind stets in voller Höhe lohnsteuer- und sozialver­sicherungspflichtig. Nur bei „Geschenken anlässlich einer Betriebsveranstaltung“ gibt es die Möglichkeit, die Lohnsteuer zu pauschalieren.

Goldmünzen als Weihnachtsgeschenk auf der Weihnachtsfeier?
Die steuer­günstigen Vorschriften gelten nur für Sachgeschenke. Man könnte zwar trefflich drüber streiten, ob eine Goldmünze eine Sache oder Geld ist, Finanz­ämter und Sozialversicherungsträger sehen Goldmünzen jedoch definitiv als „Geld“ an. Fazit: Keine Steuerfreiheit und keine Pauschalsteuer möglich.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Wichtige Grenzbeträge im Steuerrecht

Grenzbeträge sind im Steuerrecht oft sehr wichtig und werden häufig durchein­andergebracht. Diese sollten Sie kennen:

Zehn Euro netto: Geschenke bis 10,00 Euro netto gelten als Streuwerbe­­artikel. Folge: Sie sind beim Empfänger nicht steuerpflichtig und man muss die Namen der Empfänger nicht notieren.

35 Euro netto: Diese Netto-Freigrenze gilt für Geschenke an Geschäftspartner. Geschenke dürfen höchstens bis zu dieser Grenze pro Kopf und Jahr als Betriebsausgabe abgezogen werden. Ein Cent darüber, und das Geschenk ist nicht abzugsfähig. Verpackungs- und Versandkosten erhöhen die Bemessungsgrundlage nicht. Vorsicht: Geschenke sind beim Empfänger steuerpflichtig! (ausgenommen Streuwerbeartikel bis zehn Euro; s. o.).

40 Euro brutto: Diese Grenze gilt für Geschenke an Mitarbeiter aus persönlichem Anlass (Geburtstag, Verlobung, usw.) und kann pro Jahr mehrfach genutzt werden. Ebenso muss diese Betragsgrenze zur Lohnsteuerfreiheit eingehalten werden bei Bewirtungen von Arbeitnehmern aus betrieblicher Veranlassung (zum Beispiel, um schnellere Weiterarbeit nach dem Essen zu gewährleisten).

44 Euro brutto: Diese Bruttofreigrenze gilt für steuerfreie Sachbezüge. Jeder Mitarbeiter kann im Monat maximal steuerfreie Sachbezüge (zum Beispiel Benzingutschein, Warengutschein) bis 44 Euro brutto erhalten. Ein Cent mehr und alles ist steuerpflichtig. 50 Euro: Seit 2004 veraltete Freigrenze.

72/75/80 D-Mark: Veraltete Grenzbeträge für Geschenke, die manche alten Buchhaltungshasen nur schwer aus dem Unterbewusstsein verdrängen können.

110 Euro brutto: Das ist die Bruttofreigrenze der maximalen Kosten je Arbeitnehmer bei Betriebsveranstaltungen (Weihnachtsfeier, Betriebsausflug usw.), bis zu der keine Lohnsteuer anfällt.

150 Euro netto: Das ist die Grenze für das geringwertige Wirtschaftsgut (GWG), wenn man die so genannte „Poolbewertung“ (von 150,01 bis 1.000,00 Euro netto) nutzen will.

150 Euro brutto: Für den Vorsteuer­abzug sind bei Rechnungen bis 150 Euro brutto (Kleinbetragsgrenze) folgende Angaben entbehrlich: Nettobetrag, Mehrwertsteuerbetrag in Euro und Cent, Rechnungsempfänger, Rechnungs- und Steuernummer. Sehr wohl müssen aber vorhanden sein: Vollständiger Name und Adresse des Rechnungsausstellers, Ausstellungsdatum, Bezeichnung der gelieferten Gegenstände und der Steuersatz (z. B. „19 % USt.“).

400 Euro brutto wie netto: Das ist die Obergrenze für den Monatslohn eines Minijobbers. Der vom Bundestag beschlossenen Anhebung auf 450 Euro muss der Bundesrat noch zustimmen.

410 Euro netto: Die alte und seit 2010 wahlweise wieder anwendbare Grenze für das geringwertige Wirtschaftsgut.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau

Vorsicht beim Drittlands-Export über den Ladentisch

Falls Sie über den Ladentisch an Nicht-EU-Ausländer (zum Beispiel Schweizer, Araber, Russen, Türken, Amerikaner) verkaufen und diesen anbieten, ihnen nach erfolgtem Ausfuhrnachweis die Mehrwertsteuer zu erstatten, brauchen Sie die Originalrechnung zurück. Wenn Ihnen ein Prüfer nachweist, dass der Ausländer die Rechnung mit gesondertem Umsatzsteuerausweis nicht zurückgegeben hat, schulden Sie die Mehrwertsteuer trotzdem nach Paragraph 14c UStG.

Unser Rat: Wenn Sie zum Beispiel etwas für 119 Euro verkaufen, dann stellen Sie eine Rechnung über 119 Euro brutto aus – ohne Umsatzsteuerausweis. Nach erfolgter Ausfuhrbescheinigung erstatten Sie die 19 Euro zurück. Dann müssen Sie die Rechnung nicht zurückverlangen, weil Sie gar keine Umsatzsteuer ausgewiesen haben.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Eichenau